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Freitag, 13. August 2010

Der Weg ist das Ziel - Teil 2 - Melaka

... Fortsetzung ...

Über die Geschichte von Melaka möchte ich keine Roman schreiben. Es gibt genug Möglichkeiten diese nachzuschlagen. sei gesagt, dass das ehemalige Sultanat von Malaka, nach der Gründung durch einen exilierten Indischen Prinzen, zuerst von den Portugiesen, dann von den Holländern und anschliessend von den Briten kontrolliert wurde. Jede dieser Kulturen hat auch seine Spuren hinterlassen. In den offiziellen Reiseführern wird aber oft die Wichtigkeit der chinesischen Minderheit vergessen. Wir durften die Finessen dieser wichtigen Volksgruppen hautnah erleben.

Gleich am Abend unsere Ankunft wurde uns Vorgeschlagen, mit dem Herrn des Hauses eine kurze (1-2 Stunden) Führung durch die Stadt zu unternehmen. Wir haben dankend zugesagt. Und so ging es am nächsten morgen mit dem älteren Herren chinesischer Abstammung los. Die Führung hat "botanisch" und gleich hinter dem Haus angefangen. Zitronengrass und andere Kräuter wurden uns vorgestellt. Nach ein Paar chinesischen Tempelchen am Strassenrand ging es anschliessend zu einen Sikh-Tempel in dem wir, nach Entfernen der Schuhe und Bedecken des Kopfes, ein leckeres zweites Frühstück bekommen haben. Die Männer (mit Bart und Turban) und die Frauen waren alle sehr herzlich, und nicht mal überrascht, Menschen zu bedienen die nicht ihrem Kult angehören. Dies sei normal - die Sikh sehen dies als eine Pflicht an, allen zu helfen die in ihren Tempel kommen.

Gleich auf der anderen Strassenseite, ein chinesischer Tempel mit angeschlossenen Friedhof - der grösste ausserhalb Chinas. Unser Führer hat uns die Geschichte von Cheng Ho, dem grossen chinesischen Admiral und Entdecker erklärt, dessen Statue im Tempel steht. Auch über Cheng Ho möchte ich nicht zu viel erzählen... die Freude des Nachschlagen. Es sei jedoch gesagt, dass auch er eine Rolle in der Geschichte von Melaka gespielt hat.

In der Zwichenzeit waren die 2 Stunden vergangen, unser Führer zeigte jedoch keinerlei Anzeichen der Schwäche. Also ging es weiter, durch pittoreske Gassen, belebte Strasse, Teehäuser, Tempel, Kirchen und Moscheen (alle unmittelbar nebeneinander - welch ein Zeichen der Toleranz!). Wie bereits erwähnt, spielt der kulinarische Aspekt in Melaka eine wichtige Rolle. So durften wir den obligaten chicken rice (diesmal in Form von Bällchen) sowie das leckere Dessert (rote Bohnen in süsser Kokosmilch gekocht, geriebenes Eis und einen Schuss Sojasauce drüber) nicht verpassen. 

Nach mehren Stunden haben wir uns bei unserem Führer bedankt und gefragt, was wir ihm als Entschädigung für seine Zeit geben könnten. Seine Antwort hat uns überrascht : Nichts! Es hat ihn gefreut uns herumzuführen und sich die Beine zu vertreten.

... Fortsetzung folgt ...

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